| |
P R E S S E M I T T E I L U N G 1 1 / 2
0 0 8
Deutsches Filminstitut übernimmt Kinovertrieb von KirchMedia
Frankfurt am Main (13. November 2008) - Das Deutsche Filminstitut -
DIF übernimmt Vertriebsrechte für den deutschsprachigen Raum
für einen umfangreichen Bestand an Kinofilmen aus dem Rechtestock
von KirchMedia. Dr. Michael Jaffé, Insolvenzverwalter der Münchner
KirchMedia GmbH & Co. KGaA i.In., und Claudia Dillmann, Direktorin
des Deutschen Filminstituts - DIF, unterzeichneten eine entsprechende
Vertriebsvereinbarung. Insgesamt umfasst das Vertriebsmandat rund 3500
in- und ausländische Titel von der Stummfilmzeit bis heute, von
mehr als 110 Titeln werden Kinokopien zudem in das DIF- Verleihprogramm
aufgenommen.
"Die Übernahme von Verleihkopien und Vertriebsrechten aus dem
Rechtestock von KirchMedia trägt dazu bei, Film als bedeutendes
Kulturgut zu sichern und öffentlich zugänglich zu machen",
sagte Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts. Unabhängig
von der kommerziellen Verwertbarkeit einzelner Produktionen müsse
das deutsche ebenso wie das internationale Filmerbe geschützt und
für heutige und künftige Generationen verfügbar gemacht
werden.
Die Zusammenarbeit wurde gefördert durch die TaurusMedia Licence
Service GmbH, Unterföhring, und die EOS Entertainment GmbH, Oberhaching,
die beide Mitglieder des Deutschen Filminstituts sind und deren Vertreter
Paul Reichl und Moritz von Kruedener im Verwaltungsrat des Instituts
mitarbeiten. Claudia Dillmann dankte den beiden für ihre Unterstützung
der Verhandlungen. Die TaurusMedia Licence Service GmbH bewahrt 1,5 Millionen
Materialstücke verschiedener Rechteinhaber und ist insbesondere
in der technischen Aufarbeitung dieses Materials für deutsche und
internationale Sendeanstalten tätig. Die EOS Entertainment coproduziert
und cofinanziert hoch qualitatives Event-Fernsehen.
Zu Rechtestock und Verleihpropramm
In sein Verleihprogramm für Kinos, Festivals und Veranstaltungen
nimmt das Institut aus dem übernommenen Bestand mehr als 110 Kinotitel
auf. Dazu zählen Stummfilme wie DER SCHATZ (D 1922, G.W. Pabst),
Melodramen wie LIEBE 47 (D 1948, Wolfgang Liebeneiner) und TOXI (BRD
1952, Robert A. Stemmle); Western wie RIO GRANDE (USA 1950, John Ford),
Musikfilme wie DIE TRAPP-FAMILIE (BRD 1956, Wolfgang Liebeneiner), Klassiker
wie ALRAUNE (BRD 1952, Arthur Maria Rabenalt); Geschichtsfilme wie GUSTAV
ADOLFS PAGE (AT 1960, Rolf Hansen), Heimatfilme wie DER STERNSTEINHOF
(BRD 1975, Hans W. Geissendörfer) und Literaturverfilmungen wie
WILLIAM SHAKESPEARE'S A MIDSUMMER NIGHT'S DREAM (Ein Sommernachtstraum,
USA 1998, Michael Hoffman).
In dem insgesamt 3500 Titel umfassenden Rechtestock, für den das
Deutsche Filminstitut die Aufführungsgenehmigungen für Kinos
im deutschsprachigen Raum erteilt, befinden sich Liebesfilme wie MASKERADE
(AT 1934, Willi Forst), Abenteuerfilme wie DIE WEISSE HÖLLE VOM
PIZ PALÜ (D 1929, Arnold Fanck, G.W. Pabst), Komödien wie IT'S
A WONDERFUL LIFE (Ist das Leben nicht schön?, USA 1947, Frank Capra),
Western wie HIGH NOON (Zwölf Uhr mittags, USA 1952, Fred Zinnemann),
Kriegsfilme wie STEINER - DAS EISERNE KREUZ (BRD/GB 1976, Sam Peckinpah)
oder Actionfilme wie FIGHT CLUB (USA 1999, David Fincher), deutsche Filme
der 1950er Jahre wie DER REST IST SCHWEIGEN (BRD 1959, Helmut Käutner)
oder GRÜN IST DIE HEIDE (BRD 1951, Hans Deppe) sowie neuere Werke
wie KLASSENVERHÄLTNISSE (BRD/FR 1983, Jean-Marie Straub, Danièle
Huillet) und MR. BLUESMAN (D 1992, Soenke Wortmann).
Über das DIF-Filmarchiv
Das Deutsche Filminstitut - DIF nimmt gemeinsam mit anderen Institutionen
die Aufgabe einer zentralen deutschen Kinemathek wahr, sein Archiv
verwahrt mehr als 20.000 Filmkopien unterschiedlicher Formate. Im Sommer
diesen Jahres legte das DIF-Filmarchiv seine bis dahin getrennt in
Frankfurt und Wiesbaden gelagerten Bestände zusammen. Das neue
Filmarchiv in Wiesbaden-Biebrich bündelt das gesamte Leistungs-
und Arbeitsspektrum: von der Konservierung, Restaurierung und Umkopierung,
dem Filmverleih bis hin zu spezialisierten Aufgaben etwa bei der Digitalisierung
von Filmen.
Kontakt
Deutsches Filminstitut - DIF
Filmarchiv
Friedrich-Bergius-Straße 5
65203 Wiesbaden
Tel.: ++49 (0) 611 97 000 10
Fax: ++49 (0) 611 97 000 15
E-Mail: filmverleih@deutsches-filminstitut.de
|
|