| |
Der
Film basiert auf Motiven der gleichnamigen Novelle von Aleksandr Kazbegi,
hat aber in Bildgestaltung und Story starke quasi-dokumentarische Züge,
für die der Mitautor des Drehbuchs, LEF-Faktograf Sergej Tret'jakov, sorgte.
Ausgangspunkt des Films ist ein authentisches Telegramm vom 17. Mai 1864,
in dem Großfürst Vladimir Nikolaevic, der Oberkommandierende der zaristischen
Kaukasustruppen dem Tschetschenien-Kommandeur Loris Melikov sein Einverständnis
zur Aussiedlung der tschetschenischer Bergbauern aus ihren Dörfern (Aulen)
in die Türkei gibt. Waffenfunde als Anlass dafür lassen sich arrangieren:
mit Hilfe gemieteter Banditen werden unbewaffnete tschetschenische Hirten
provoziert. Vašia,
ein christlicher Tschewsure, der in Elisso, die Tochter des Aul-Ältesten
Astamir verliebt ist, macht den Bewohnern Gewehre zum Geschenk, damit
sie sich demnächst verteidigen können. Doch Astamir kennt die Gefahr und
lässt die Waffen sofort auf der russischen Kommandantur abliefern. Dennoch
will man den Aul aussiedeln lassen. Zwar zwingt Vašia nach tollkühnem
Säbelkampf den Kommandeur, den Aussiedlungsbeschluss per Unterschrift
zurückzunehmen, doch als er mit dem Dokument im Aul ankommt, scheint es
bereits zu spät: Russische Kosaken haben die analphabetischen Bergbauern
mit einem betrügerischen Trick dazu gebracht, ihren Fingerabdruck unter
ein Bittgesuch um freiwillige Aussiedlung zu setzen.
|
|