Symposium

Eliso FilmplakatEliso / Elisso
Director: Nikolaj Šengalaja

UdSSR 1928, vertont 1935
77min, 35 mm, s/w, OmdU

Bambi 08.04. 17:30 Uhr

 

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ElisoDer Film basiert auf Motiven der gleichnamigen Novelle von Aleksandr Kazbegi,Eliso hat aber in Bildgestaltung und Story starke quasi-dokumentarische Züge, für die der Mitautor des Drehbuchs, LEF-Faktograf Sergej Tret'jakov, sorgte.
Ausgangspunkt des Films ist ein authentisches Telegramm vom 17. Mai 1864, in dem Großfürst Vladimir Nikolaevic, der Oberkommandierende der zaristischen Kaukasustruppen dem Tschetschenien-Kommandeur Loris Melikov sein Einverständnis zur Aussiedlung der tschetschenischer Bergbauern aus ihren Dörfern (Aulen) in die Türkei gibt. Waffenfunde als Anlass dafür lassen sich arrangieren: mit Hilfe gemieteter Banditen werden unbewaffnete tschetschenische Hirten provoziert. Nikolaj ŠengalajaVašia, ein christlicher Tschewsure, der in Elisso, die Tochter des Aul-Ältesten Astamir verliebt ist, macht den Bewohnern Gewehre zum Geschenk, damit sie sich demnächst verteidigen können. Doch Astamir kennt die Gefahr und lässt die Waffen sofort auf der russischen Kommandantur abliefern. Dennoch will man den Aul aussiedeln lassen. Zwar zwingt Vašia nach tollkühnem Säbelkampf den Kommandeur, den Aussiedlungsbeschluss per Unterschrift zurückzunehmen, doch als er mit dem Dokument im Aul ankommt, scheint es bereits zu spät: Russische Kosaken haben die analphabetischen Bergbauern mit einem betrügerischen Trick dazu gebracht, ihren Fingerabdruck unter ein Bittgesuch um freiwillige Aussiedlung zu setzen.