STUMMFILM MIT MUSIK - PHANTASTISCHES KINO

DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM

Filmbühne Caligari
 

Deutschland 1920, 80 Min., FSK: ab o. A.
Regie: Paul Wegener
Buch: Paul Wegener, Henrik Galeen
Kamera: Karl Freund
Mit Paul Wegener, Albert Steinrück, Lyda Salmonova, Ernst Deutsch, Otto Gebühr

 

DIF

MO 14.04. 20.00 UHR

Als ein Edikt des Kaisers die Juden zum Verlassen der Ghettostadt auffordert, ist für Rabbi Löw die Zeit gekommen, nach Regeln magischer Überlieferungen aus Lehm die Gestalt des Golem zu formen, der zum Retter der Juden werden soll. Während Rabbi Löw zur Audienz am Hofe ist, verliebt sich der kaiserliche Bote, Graf Florian, in Löws Tochter. Aus Eifersucht setzt Famulus den Golem zu finsteren Zwecken ein.

Einer der großen Stummfilmklassiker, mit dem wir eine kleine Reihe des phantastischen Kinos starten, das in letzter Zeit durch digitale Tricktechniken wieder ganz oben in der Gunst des Publikums steht (nicht zuletzt durch HARRY POTTER, STAR WARS und DER HERR DER RINGE). Doch auch schon früher entstanden ohne diese digitalen Möglichkeiten faszinierende Werke, die vielleicht sogar noch etwas mehr die Phantasie des Betrachters anregen. Faszinierend an Wegeners Film sind vor allem auch die Bauten, über die der Regisseur selbst sagt: "Es ist nicht Prag, was mein Freund, der Architekt Poelzig, aufgebaut hat. Sondern es ist eine Stadt-Dichtung, ein Traum, eine architektonische Paraphrase zu dem Thema Golem. Diese Gassen und Plätze sollen an nichts Wirkliches erinnern; sie sollen die Atmosphäre schaffen, in der der Golem atmet."

   

DIF, 01.04.2003