SCHULE IM FILM

MÄDCHEN IN UNIFORM

Filmbühne Caligari
 

Deutschland 1931, 88 Min., FSK: ab 12
Regie: Leontine Sagan
Buch: Christa Winsloe, F. D. Andam, nach dem Stück "Gestern und Heute" von Christa Winsloe
Kamera: Reimar Kuntze, Franz Weihmayr
Musik: Hansom Milde-Meißner
Mit Dorothea Wieck, Hertha Thiele, Ellen Schwanneke, Emilie Unda, Hedwig Schlichter

 

DIF

MO 07.04. 20.00 UHR

Eine neue Schülerin in einem Mädchenpensionat verliebt sich in eine allseits beliebte. Diese erwidert die tiefen Gefühle des Mädchens, wagt es jedoch nicht, sich unter dem Druck der strengen Oberin gegen alle Konventionen zu entscheiden und sich zu dieser Liebe zu bekennen. Dadurch kommt es zur Katastrophe...

Die Autorin und Bildhauerin Christa Winsloe ist heute nahezu unbekannt, doch viele kennen den Film MÄDCHEN IN UNIFORM; der sie 1931 schlagartig weltberühmt machte. 1888 als Tochter eines schottischen Offiziers in Darmstadt geboren, war sie selbst Schülerin in einem Mädchenpensionat. 1930 schrieb sie sich in ihrem Theaterstück "Ritter Nerestan" diesen Alptraum von der Seele. Das Stück war bei seiner Uraufführung am Schauspielhaus Leipzig nur ein mäßiger Erfolg, reüssierte jedoch ein Jahr später in überarbeiteter Form unter dem Titel "Gestern und heute" in Berlin in der Regie der Max-Reinhardt-Schülerin Leontine Sagan. Diese war es auch, die das Theaterstück als "low-budget-Produktion" verfilmte. Der Film ging rund um die Welt, er wurde zum Publikumsschlager in Europa, Japan, USA und Mexiko. 1933 schrieb Christa Winsloe "Das Mädchen Manuela" - das Buch zum Film, es konnte jedoch nicht mehr in Deutschland erscheinen. Sie ging ins Exil, ihre Bücher wurden verboten, ebenso der Film. 1944 kam sie unter tragischen Umständen in Frankreich ums Leben.

   

DIF, 01.04.2003