| 50
Jahre FSK/DIF / Wiedereröffnung Die Sünderin |
| BRD
1950, 87 Min. Regie: Willi Forst Buch: Gerhard Menzel, Willi Forst nach einer Idee von Willi Forst Kamera: Vaclav Vich Musik: Theo Mackeben Schnitt: Max Brenner Mit: Hildegard Knef, Gustav Fröhlich, Robert Meyn, Jochen-Wolfgang Meyn Freitag, 05.11.,
20.00 Uhr und Die Vorstellung am Freitag findet im Rahmen der Feier zur Wiedereröffnung statt. DIF Links:
|
| In
den frühen Nachkriegsjahren wird ein Mädchen aus menschlich unerquicklichen
und politisch ehemals gefährdeten bürgerlichen Verhältnissen zur
Prostituierten. Die große Liebe zu einem an Gehirntumor erkrankten Maler
ändert das Leben der jungen Frau. Sie umsorgt ihn hingebungsvoll, behebt
die finanziellen Probleme durch zeitweilige Rückkehr zu ihrem einstigen Gewerbe
und erspart dem Erblindeten die letzten Qualen, indem sie ihn vergiftet. Nach
einer Rückschau auf ihr Leben folgt sie dem Geliebten freiwillig in den Tod.
Der erste Nachkriegsfilm Willi Forsts wurde zum größten Skandal des deutschen Films; aber nicht, wie vielfach vermutet wurde, weil der Busen der Knef einmal kurz nackt zu sehen ist, sondern weil die mit der Spruchpraxis der "Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft" nicht einverstandenen Kirchen ihre Mitarbeit in der FSK (bis zu deren Reorganisation) demonstrativ einstellten. Die hierdurch ausgelösten Proteste kirchlicher und politischer Kreise machten "Die Sünderin" zum Kassenerfolg. Gründe für die Proteste waren der Freitod der jungen Frau und, mehr noch, die durch den Film scheinbar widerstandslos bejahte Euthanasie-Debatte; eines der vielen düsteren Kapitel des Dritten Reiches. (Lexikon des Internationalen Films)
|